Umwelt

Aktiv das Klima schützen – das ist erklärtes Ziel der Stadt Bielefeld. 2007 beschloss der Rat der Stadt Bielefeld, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe trägt wesentlich dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Denn es gilt auch für die Energieerzeugung und die Strom- und Wärmeverbräuche.


20 Prozent erneuerbare Energien in Bielefeld

Sehr wahrscheinlich früher als 2020 wird die Stadtwerke Bielefeld Gruppe die von der Stadt vereinbarten Klimaschutzziele erreichen. Dazu tragen mehrere Faktoren bei:

  • Der weitere Ausbau der regenerativen Erzeugung, Inbetriebnahme der Windenergieanlage Brönninghausen, die ersten vollen Betriebsjahre des Biomethan-BHKW Meisenstraße und des Windparks Mensinghausen,
  • der Ausbau der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung durch die erste Anteilserhöhung an der Interargem (Müllverbrennung) von 35,72 auf 40,72 Prozent, das BHKW Meisenstraße.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch in Bielefeld beträgt 2015 16,8 Prozent und bis 2020 wollen die Stadtwerke 20 Prozent erreichen.

Eine weitere Zielmarke hat der Energieversorger bereits erreicht – der Anteil von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung beträgt 26 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Bielefeld. Ursprünglich wollten die Stadtwerke die 25-Prozent-Ziellinie erst 2020 überschreiten.

CO2-Ziel wird unabhängig von der Witterung erreicht

Im Vergleich zum Vorjahr sank 2014 der Gesamtstromverbrauch in Bielefeld. Ebenso verbrauchten die Bielefelder Haushalte weniger Wärme, vor allem aufgrund des milden Winters.

Insgesamt wurden 2014 im Vergleich zum Vorjahr rund 178.577 Tonnen (t) CO2 eingespart. Davon entfallen 109.935 t auf die Energiebereitstellung für den Wärmeverbrauch in Bielefeld, 62.658 t auf die Energiebereitstellung für den Gesamtstromverbrauch, 491 t Einsparung beim Eigenverbrauch und 5.493 t durch den öffentlichen Personennahverkehr.

Seit 2008 Investitionen von bisher 200 Millionen Euro für Energiekonzept

Die Stadtwerke Bielefeld verändern seit Jahren konsequent ihr Erzeugungsportfolio. Bereits vor der Stilllegung des Kohlekraftwerks auf dem Betriebsgelände Ende 2013 und der Schließung des Kraftwerks in Veltheim (März 2015) setzten sie auf umweltfreundliche Techniken. Ob durch Photovoltaik- und Windkraftanlagen, der Biogasanlage, dem Holzkraftwerk oder durch umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung wie zum Beispiel den Müllverbrennungsanlagen der Interargem oder dem Biomethan-Blockheizkraftwerk – alle Anlagen befinden sich in der Region und sparen im Vergleich zur konventionellen Erzeugung deutlich Kohlendioxid ein. Im Rahmen unseres Energiekonzepts investierte das Unternehmen bereits über 200 Millionen Euro in Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien.

Eigenverbrauch gesenkt

Jede nicht verbrauchte kWh Strom oder Wärme dient dem Klimaschutz. Das Unternehmen sanierte 2014 unter anderem Gebäude, reduzierte die Anzahl an Dienstfahrzeugen, tauschte Verteiltransformatoren gegen effizientere aus und baute als Lichtquelle vermehrt sparsame LED-Technik ein.

Ausblick

Bei Fortsetzung der Aktivitäten wird der nächste CO2-Bericht 2015, der aufgrund der Abhängigkeit von externen Daten wohl erst im dritten Quartal 2016 folgen kann, voraussichtlich dokumentieren, dass das CO2-Einsparziel von 40 Prozent vorzeitig erreicht wurde. Fazit der Stadtwerke: Wir sind auf einem guten Weg.

Kontakt

Das Team Unternehmenskommunikation | Foto: Katrin Biller

Unternehmens­kommunikation


Umweltfreundlicher ÖPNV

Einen weiteren Beitrag für die CO2-Einsparung liefert moBiel. Umwelt- und Klimaschutz ist ein Ziel, das moBiel schon seit mehreren Jahren mit zahlreichen Aktivitäten verfolgt – durch den Einsatz umweltschonender Techniken bei unseren Fahrzeugen und »hinter den Kulissen« auf unserem Betriebshof. Auch unsere Fahrgäste leisten dazu in erheblichem Maße ihren Beitrag.

Bielefelderinnen und Bielefelder können selbst zum Umweltschutz beitragen, denn Fahrgäste sind KlimaEngel. Einen besonders großen Beitrag zum Klimaschutz leisten 57,7 Mio. Fahrgäste (2014) pro Jahr. Mit jeder Fahrt, die sie alternativ zum Auto mit Bus und StadtBahn zurücklegen, reduzieren sie den Ausstoß des schädlichen Treibhausgases CO2 erheblich. Nach Berechnungen der Stadt Bielefeld erzeugt eine Person nur 28 Gramm CO2 pro mit der StadtBahn gefahrenem Kilometer. Nimmt die Person das Auto, wird mit 138 Gramm pro Kilometer fast viermal so viel schädliches Gas ausgestoßen. Wer mit dem Bus fährt, erspart der Umwelt pro gefahrenem Kilometer im Vergleich zum Auto 80 Gramm CO2.

Umweltfreundliche Fahrzeuge – Busse stets besser als der Standard

moBiel ist seit Jahren in der Umwelttechnik von Bussen führend unter den deutschen Verkehrsunternehmen. Bereits seit 1999 fährt die gesamte Busflotte mit schwefelfreiem Diesel, im Jahr 2000 wurden die ersten Fahrzeuge mit sogenannten CRT-Filtern ausgerüstet. Mittlerweile fahren alle Busse rußfrei. Im Jahr 2015 schaffte moBiel elf neue Busse mit der neuesten Abgasnorm EURO VI an. Durch eine neu entwickelte Motor- und Getriebetechnik können die Stickoxidemissionen nochmals um etwa 80 Prozent reduziert werden. Aber nicht nur der Ausstoß von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff ist besonders niedrig, auch der Kraftstoffverbrauch ist reduziert. Außerdem sind die neuen Fahrzeuge besonders leise.

Umweltfreundliche Fahrweise – Fahrerinnen und Fahrer verstärken umweltschonenden Effekt der Busse

Das Fahrpersonal lernt bei seinen laufenden Schulungen in der moBiel-Betriebsfahrschule, mit welcher Fahrweise es den Kraftstoffverbrauch effektiv senkt. So verstärken sie den umweltschonenden Effekt der Busse und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

StadtBahnen: Strom sparend unterwegs durch Bremsenergie-Rückgewinnung

Beim Bremsen erzeugt eine StadtBahn Energie. Diese kann von anderen StadtBahnen aufgegriffen und zum Beispiel für die Beschleunigung genutzt werden. Wird in diesem Moment jedoch keine Energie benötigt, dann wird diese in Wärme umgewandelt und verpufft ungenutzt.

Im EU-Projekt »Ticket to Kyoto« hat moBiel Techniken zur Bremsenergie-Rückgewinnung eingerichtet. Mit Hilfe eines Schwungradspeichers wird die durch Bremsen erzeugte Energie gespeichert und kann so zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgegeben werden.

Außerdem wurden drei Wechselrichter im StadtBahn-Netz eingebaut. So kann die Bremsenergie zum Beispiel auch für die Beleuchtung von Haltestellen oder Signalanlagen, Aufzüge und Rolltreppen genutzt werden. Durch diese Technik konnten im Jahr 2015 rund 1,2 Mio. kWh Strom zurückgewonnen und über 570 Tonnen CO2 eingespart werden.

Wasser sparen durch Wiederverwendung

Seit 2000 bereitet moBiel die Abwässer aus den Tankstellen-, Werkstätten und Kfz-Reinigungsbereichen zur Wiederverwendung auf. Durch physikalische und biologische Verfahren werden in einem aus mehreren Kammern bestehenden System die organischen Stoffe in unschädliche wasserlösliche Stoffe und Schlammflocken umgewandelt. Durch die Abwasseraufbereitung und Mehrfachnutzung des Wasser reduzierte sich der Frischwasserverbrauch in den Werkstätten um circa 60 Prozent.

Reinigung der Fahrzeuge

Die Waschanlagen für Busse und StadtBahnen auf dem moBiel-Betriebshof werden hauptsächlich mit Brauchwasser aus der Wiederaufbereitungsanlage betrieben. Erst im letzten Waschgang wird Frischwasser verwendet, um Schlierenbildung zu verhindern. Nach der Reinigung werden die Fahrzeuge mit einem umweltfreundlichen Schutzmittel behandelt, dass die Oberflächen versiegelt und sie vor Verschmutzung schützt. So kann die Anzahl der nötigen Fahrzeugwäschen reduziert werden.