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Unternehmen der Stadtwerke Bielefeld Gruppe investieren 140 Millionen in 2019

(von links): Klaus Danwerth, Leiter Erzeugung bei den Stadtwerken Bielefeld sowie die beiden Geschäftsführer Martin Uekmann und Rainer Müller
(von links): Klaus Danwerth, Leiter Erzeugung bei den Stadtwerken Bielefeld sowie die beiden Geschäftsführer Martin Uekmann und Rainer Müller schaffen für 1,4 Millionen Euro einen zweiten Heißwasserkessel an und investieren damit in die Fernwärmeversorgung von Bielefeld. | Foto: Dennis Angenendt

12.04.2019 | 08:00

Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe hat sich für 2019 viel vorgenommen. Investitionen in Höhe von 140 Millionen Euro sind geplant. 67 Millionen Euro fließen in den Breitbandausbau und in Netzinstandhaltungsmaßnahmen. moBiel plant 54 Millionen Euro für den ÖPNV in Bielefeld ein und kauft neue Fahrzeuge, die BBF steckt gut 3 Millionen Euro in das Ishara und das AquaWede. Für die BITel ist das Thema Glasfaser weiterhin ein großes Thema. Hier wird für 4,5 Millionen Euro aktive Technik aufgebaut. 11 Millionen Euro sind für die Müllverbrennungsanlagen der Interargem in Bielefeld und in Hameln eingeplant.

„Wir sind stolz darauf, auch in schwieriger werdenden Zeiten Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen tätigen zu können. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Müller. Er nimmt damit Bezug auf die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Gruppe. Ein Teil davon fließt auch in Bielefelds digitale Zukunft. „Wir werden in den nächsten Jahren massiv in das Glasfasernetz, die Energie- und Verkehrswende investieren. Einen Großteil der Mittel benötigen wir für den flächendeckenden Breitbandausbau. Das ist absolut notwendig für die rasch voranschreitende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann.

Stadtwerke Bielefeld

Die Stadtwerke Bielefeld planen 17,7 Millionen Euro für das Telekommunikationsnetz ein. Davon 16,4 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Im Bereich Erzeugung werden 9 Millionen Euro investiert. Ein neuer Batteriespeicher ist für 6 Millionen Euro geplant und das Heizkraftwerk bekommt einen weiteren Heißwasserkessel für 1,4 Millionen Euro. Im Bereich Wassergewinnung werden in diesem Jahr die Umbauarbeiten am Hauptpumpwerk abgeschlossen. Dafür plant das Unternehmen 1,2 Millionen Euro ein. Die gesamte Maßnahme hat damit 7,5 Millionen Euro über mehrere Jahre gekostet. In Verteilnetze der Elektrizitätsversorgung fließen 13 Millionen Euro - insbesondere in Umspannanlagen mit 6 Millionen Euro sowie diverse Kabelnetze in Höhe von 6,9 Millionen Euro. So wird zum Beispiel der 110/10-Kilovolt-Anschluss im Umspannwerk Friedrich-Hagemann-Straße für das Sauerstoffwerk Friedrichshafen neu gebaut. 110.000-Volt- Hochspannung wird dort auf 10.000-Volt-Mittelspannung transformiert. Die Baukosten betragen zirka 2,4 Millionen Euro. Außerdem bekommt das Umspannwerk Sparrenberg für 500.000 Euro einen neuen Transformator und das Stadtwerke- Gelände eine neue Stützmauer für rund 4 Millionen Euro. Diese verläuft ab der Brücke Beckhausstraße parallel zu den Bahngleisen in westliche Richtung.

Für den Klimaschutz bauen die Stadtwerke das Fernwärmenetz für 1,8 Millionen weiter aus. Neben anderen kleineren Maßnahmen werden zwei große Kunden an das Netz angeschlossen: Das neue Seniorenheim des Johanneswerks und der Möbel Boss-Markt an der Herforder Straße heizen bald mit Fernwärme. Im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektroautos wird auch in 2019 investiert. Die Stadtwerke planen dafür 470.000 Euro ein. In das neue Mieterstrom-Modell fließen 220.000 Euro. Ein Gesetz zur Förderung von Mieterstrom soll den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Von Mieterstrom spricht man, wenn der Strom aus Solaranlagen, die auf dem Dach eines Wohngebäudes installiert sind, direkt zu den Mietern fließt.

moBiel

Ab 2020 fahren in Bielefeld die Ersten von 24 neuen Vamos- Fahrzeugen. Sie ersetzen alte M8C-Fahrzeuge, die bereits seit 34 Jahren im Bielefelder Stadtbahnnetz unterwegs sind. Für die Vamos-Bestellung ist in 2019 eine Zahlung in Höhe von 25,5 Millionen Euro fällig. Auch die Busflotte wird sukzessive erneuert, damit alle Busse die zurzeit beste Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Für 18 Busse sind gut 6 Millionen Euro eingeplant. Auf dem Betriebshof in Sieker finden ab April Umbaumaßnahmen statt. Die Stadtbahnabstellanlage wurde in den 1970er Jahren gebaut und muss erneuert werden. Für die Arbeiten in diesem Jahr hat das Bielefelder Verkehrsunternehmen 3,9 Millionen Euro eingeplant. Die Baumaßnahme auf der Linie 3 in Richtung Stieghorst kostet 6,7 Millionen Euro. Drei Hochbahnsteige schaffen dort Barrierefreiheit.

Bielefelder Bäder- und Freizeiteinrichtungen (BBF)

Die BBF investiert 800.000 Euro im Freizeitbad Ishara. Dort werden 600 Garderobenschränke ausgetauscht und neue Umkleiden für Menschen mit Behinderungen geschaffen. Eine Million Euro fließt in das Aquawede. Dort wird für jeweils 500.000 Euro die Filteranlage zur Reinigung des Schwimmbeckenwassers ausgetauscht und der gesamte Umkleidebereich erneuert. Im Freibad Dornberg gibt es ab Sommer eine Wasserspiellandschaft. Der Förderverein des Freibades übernimmt maßgeblich die Kosten in Höhe von 150.000 Euro. Die BBF unterstützt die Planungsarbeiten und begleitet die Bauarbeiten vor Ort.

BITel

Vorrangig investiert die BITel in den Aufbau der aktiven Technik im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus in Bielefeld. Mindestens fünf Gewerbegebiete und drei Privatkundengebiete sollen in 2019 erschlossen werden. Im Raum Gütersloh stehen Glasfaseranbindungen von Gebäudekomplexen auf dem Plan.

Interargem

Um die Entsorgungssicherheit in der Region und den hohen Umweltstandard der Abfallverbrennungsanlagen langfristig gewährleisten zu können, plant die Enertec für 1,3 Millionen Euro die Erneuerung der Prozessleittechnik und des Hauptkühlwassersystems. Darüber hinaus werden am Standort Hameln für rund 2,6 Millionen Euro verschiedene Maßnahmen im Fernwärmenetz durchgeführt.

geschrieben von  Yvonne Liebold

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