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BITel und Stadtwerke beginnen Glasfaserausbau in Ummeln

15.09.2020 | 13:34

Bürger, Unternehmen und Gewerbetreibende in Ummeln könnten bald eine große Verbesserung bei der Surfgeschwindigkeit im Internet erleben. Die Stadtwerke Bielefeld und die BITel, die in den nächsten Jahren insgesamt rund 280 Millionen Euro in ein flächendeckendes Glasfasernetz investieren wollen, kommen jetzt auch nach Ummeln. Vom 15. September an haben die Ummelner die Chance, sich an das Netz der Zukunft anzuschließen.

Läuft die Vermarktungsphase positiv, könnten 1.040 Gebäude mit 2.583 Haushalten von einem Glasfaseranschluss profitieren und einen Highspeed-Internetanschluss erhalten. Die Glasfaserkabel sollen ab dem Frühjahr 2021 verlegt werden, so dass dort ab Anfang 2022 die ersten Kunden mit bis zu 400 MBit/s im Internet surfen können.

Interesse an Glasfaser ist groß

Seit 2018 hat die BITel erfolgreich Glasfaseranschlüsse in den Gewerbegebieten Fabrikstraße, Brönninghauser Straße, Gildemeisterstraße und Grafenheider Straße sowie in den Stadtteilen Sudbrack und Altenhagen vermarktet und teilweise auch schon ausgebaut. Aktuell erfolgt der Ausbau in Brake, dort können voraussichtlich ab Frühjahr 2021 die Kunden mit Highspeed im Internet surfen. In Ubbedissen war Ende Juli Vermarktungsende. Dort haben sich 80 Prozent der Hausbesitzer für einen Glasfaserhausanschluss entschieden. Seit Anfang August laufen dort die Bauarbeiten auf Hochtouren. Jetzt wollen die Stadtwerke und BITel im Stadtteil Ummeln Glasfaser vermarkten und ausbauen.

Glasfaser bis ins Wohnhaus

Zurzeit surfen die Ummelner durchschnittlich mit einer DSL-Geschwindigkeit von zirka 100 Megabit/Sekunde (Mbit/s) – da das bisherige Telekommunikationsnetz teilweise schon aufgerüstet wurde. Die Stadtwerke und BITel wollen mit dem Glasfaserausbau den Stadtteil fit für die Zukunft machen. Denn nur mit einem Glasfaserkabel, das bis ins Haus verlegt ist, ist man für alle zukünftigen Anwendungen und Geschwindigkeiten bis in den GBit-Bereich gerüstet und steigert nebenbei den Wert und die Attraktivität der Immobilie – sei es bei der Vermietung oder beim Verkauf.

Vermarktung in Ummeln

In der Vermarktungsphase vom 15. September bis zum 15. Dezember 2020 kostet ein Glasfaserhausanschluss für einen Privathaushalt in Ummeln nur 100 Euro. Es lohnt sich, sich schnell zu entscheiden. Denn die Kosten werden nach dem Ausbau deutlich höher sein und liegen dann bei 1.547 Euro. Um einen Hausanschluss zu erhalten, ist auch ein BITel-Vertrag nötig (ab monatlich 39,90 Euro für einen 200 Mbit/s Telefon-/Internet-Anschluss inkl. Flatrate). Falls Interessenten noch bei einem anderen Anbieter gebunden sind, startet der Vertrag im Anschluss an die bestehende Laufzeit. Aleksandar Aljusaj, Vertriebsleiter der BITel, sagt: „Wir stoßen in den Ausbaugebieten auf großes Interesse, da Unternehmen ebenso wie Privathaushalte im Zuge der Digitalisierung auf Highspeed-Geschwindigkeiten angewiesen sind.“

Weitere Infos finden Interessenten auf der Internetseite unter www.gigabitel.de bzw. erhalten diese unter der Hotline 05 21 | 51 11 55.

Hintergrund

Die BITel und die Stadtwerke Bielefeld sind dabei, für rund 280 Millionen Euro in den nächsten Jahren ein flächendeckendes Glasfasernetz in Bielefeld zu verlegen. Nur dieses leistungsfähige Medium bietet ausreichend Kapazität für die Gigabitgesellschaft mit Industrie 4.0, autonomem Fahren und anderen digitalen Anwendungen. Auf Basis von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden für die Zukunft abgesichert.

Neben diesem sogenannten eigenwirtschaftlichen Ausbauprogramm, das die Stadtwerke Bielefeld und die BITel als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge sehen und dabei in finanzielle Vorleistung gehen, steht das Programm zur Beseitigung der „Weißen Flecken“ mit besonders schlechter Internetanbindung. Bund und Land NRW fördern dieses Vorhaben, das 2022 abgeschlossen sein soll, mit 23,3 Millionen Euro. Die Stadt Bielefeld hat den Auftrag zur Beseitigung der „Weißen Flecken“ an die Stadtwerke Bielefeld vergeben, die hierbei mit der BITel kooperieren.

geschrieben von  Hans-Heinrich Sellmann

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