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Stadtwerke schließen den Ausbau des LoRaWANNetzes ab

Stadtwerke-Mitarbeiter Roland Philipp installiert ein LoRaWAN-Gateway an der Sparrenburg-Promenade; Foto: Martin Bittrich/Stadtwerke Bielefeld

31.03.2021 | 13:12

42 Gateways im gesamten Stadtgebiet im Einsatz

Mit dem abgeschlossenen Ausbau des LoRaWAN-Netzes haben die Stadtwerke Bielefeld einen weiteren, entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Schaffung der Smart City gemacht. Im gesamten Stadtgebiet sind nun 42 Sendeeinheiten, sogenannte Gateways, installiert.

„LoRaWAN ist in Bielefeld nun flächendeckend einsetzbar. Und wenn nötig können wir in Zukunft weitere Gateways bedarfsorientiert hinzufügen. Etwa dann, wenn neue Anwendungsfälle das erfordern“, sagt Martin Bittrich, Sachbereichsleiter im Geschäftsbereich Netze und damit verantwortlich für den Aufbau der LoRaWAN-Infrastruktur. Dank dieser Technik lassen sich viele Abläufe, die früher manuell durchgeführt werden mussten, digitalisieren. So können LoRaWAN-Sensoren etwa für das Energiedatenmanagement, Temperatur- oder Bewegungsmessung eingesetzt werden.

Sensoren in Schulen, Kitas und auf Grünflächen im Einsatz

In Bielefeld sind die Sensoren bereits an vielen Stellen im Einsatz. Freie Träger von Kitas und Schulen nutzen CO2-Ampeln, um die CO2-Konzentration in der Raumluft zu messen. Steigt diese an, erhöht sich auch die Menge der Aerosole in der Luft, was besonders in Zeiten der Corona-Pandemie ein wichtiges Indiz beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen ist. Die Sensoren warnen ab einem bestimmten Messwert akustisch und optisch, so dass umgehend gelüftet werden kann. Gleichzeitig werden die Messdaten gesammelt und ausgewertet. Auf dieser Basis lassen sich Lüftungspläne erstellen und die allgemeine Luftqualität beobachten.

Auch beim Umweltschutz kommt LoRaWAN bereits zum Einsatz. Zusammen mit dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld haben die Stadtwerke an der Promenade der Sparrenburg seit einigen Monaten Sensoren für die Grünflächenüberwachung im Einsatz. Sie liefern wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Bodens. Bewässerungspläne können auf diese Weise optimiert und einem zu trockenen Boden vorgebeugt werden.

So funktioniert LoRaWAN

Die Sensoren schicken Messwerte an die Gateways. Diese Geräte leiten ihre Informationen auf eine LoRaWANDatenplattform innerhalb der geschützten Umgebung der IT der Stadtwerke Bielefeld. Von hier aus erhalten die Kunden, je nach Bedarf, Zugang zu den gewünschten Daten. Der Energieversorger investiert rund 100.000 Euro in das LoRaWAN-Netz.

Überwachung des Stromnetzes

Die Stadtwerke nutzen das Netz bereits selbst und haben Erfahrungen im Bereich Überwachung, Alarmierung und Instandhaltung ihrer Infrastruktur gesammelt. So werden zum Beispiel die Energieflüsse in Netzstationen des Stromnetzes überwacht. Auch bei Stromausfällen hilft das LoRaWAN-Netz, um schnell den Fehler zu finden.

geschrieben von  Sebastian Bauer

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