Ein Kiebitz läuft über ein abgeerntetes Getreidefeld.

Natur in Bielefeld und der Region entdecken

Für mehr Spaß am Umweltschutz

Als großer Energieversorger ist es uns ein besonderes Anliegen, einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Neben der vorzeitigen Erfüllung unserer unternehmerischen Klimaziele unterstützen wir deshalb auch engagierte Naturschutzprojekte in unserer Region.

Unsere Förderzwecke

  • Förderung des Umweltgedankens in Schulen und in der Gesellschaft
  • Förderung von Initiativen für den Umweltschutz
  • Vergabe von Forschungsaufträgen
  • Vergabe von Stipendien an Personen oder Vereine, die sich in besonderer Weise für den Umweltschutz engagieren


Beispielprojekt

Rettung für den Kiebitz

Der Kiebitz ist eine typische Vogelart des bäuerlichen Kulturlandes. Leider hat sein Bestand in den letzten Jahren stark abgenommen, nicht nur in Bielefeld, sondern auch in NRW und Deutschland insgesamt. 2007 brüteten in Bielefeld noch 50 Paare, 2016 waren es nur noch 24, im Jahr 2017 33 Paare. Als Hauptgrund für den rapiden Rückgang wird die Intensivierung in der Landnutzung angesehen, die durch Zunahme von Monokulturen (Mais, Raps), Verlust von Feldrainen und Brachflächen zu einer Strukturarmut in der Feldflur führt. Dies wirkt sich negativ auf die Nahrungsverfügbarkeit für die Feldvögel aus.

Zudem sind die Gelege von bodenbrütenden Arten wie dem Kiebitz durch die vielen Bearbeitungsgänge bei der Feldbestellung stark gefährdet. Ohne den Schutz der Gelege wird ein Großteil oft schon vor dem Schlupf der Jungen zerstört. Deshalb ist es wichtig, in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den Landwirten die Nester vor der Zerstörung zu bewahren.

Schutz der Brutpaare durch Markierungen

Hier setzt das Projekt an: Die Biologische Station wird zu Beginn der Brutzeit des Kiebitzes die zu einem großen Teil bekannten Brutgebiete kontrollieren, Kiebitzbrutpaare feststellen und die Lage der Nester sondieren. Diese Nester werden in Absprache mit den Flächenbewirtschaftern durch Bambusstöcke, die fünf Meter vor und hinter dem Gelege angebracht werden, optisch markiert. Das Nest kann dann umfahren oder bei einer Gülledüngung abgedeckt werden und bleibt so unversehrt. Auch eine weitere regelmäßige Kontrolle der Niststandorte während der Brutzeit ist notwendig, um abschätzen zu können, ob bzw. wann die Jungen schlüpfen. Das weitere Vorgehen bei der Ackerbewirtschaftung kann dann gemeinsam mit dem Flächenbewirtschafter abgestimmt werden. Ziel des Projektes ist es auch, die Zahl der flügge gewordenen Jungvögel zu ermitteln und den Kiebitz in der Stadt und Region Bielefeld als Brutvogel zu erhalten.

Darüber hinaus soll das Projekt auch dazu dienen, weitere Landwirte für Naturschutzmaßnahmen zu gewinnen. Dies kann z.B. durch die Anlage von Blühstreifen oder in Form von ungespritzten Brachflächen geschehen, die dann nicht nur dem Kiebitz sondern einer ganzen Reihe weiterer feldbewohnenden Arten, wie Feldlerche, Rebhuhn oder Feldhase als Rückzugsgebiete und zur Nahrungssuche dienen können.

Kontakt

Yvonne Liebold | Foto: Kathrin Biller

Yvonne Liebold

Pressesprecherin | Stiftung | Sponsoring

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