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Planungen für Verlängerung Linie 1 werden gemeinschaftlich fortgesetzt

19.12.2018 | 08:00

Stadt Bielefeld, moBiel und Straßen.NRW bringen die Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden voran

moBiel und die Stadt Bielefeld planen in den nächsten Jahren gemeinsam den Bau der Linie 1 nach Sennestadt. Grundlage dafür ist der Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses. Das Zukunftsprojekt hat für alle Beteiligten höchste Priorität und wird gemeinschaftlich vorangetrieben. Da die Baulast für die Brackweder und Paderborner Straße bei Straßen NRW liegt, ist eine intensive Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen moBiel, der Stadt Bielefeld und Straßen.NRW notwendig und vereinbart worden. Die derzeit laufenden Vorplanungen für das Projekt sollen Mitte 2019 abgeschlossen werden. Im Anschluss folgt die Entwurfsplanung.

Mobilitätslinie wichtig für den Bielefelder Süden

Die Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt ist ein elementarer Beitrag zur Verkehrswende in der Stadt. Sie ermöglicht den Einwohnern des Bielefelder Südens das Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr. Der Bau führt zu einem deutlichen Mobilitäts- und Komfortgewinn für den gesamten Bielefelder Süden – insbesondere für Sennestadt, Senne und Brackwede. Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, erklärt: „Deswegen ist das Projekt für uns nicht lediglich die Verlängerung einer schon bestehenden Linie. Sie ist die Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden. Sie ist eine Investition für die Bürgerinnen und Bürger und ein zentraler Eckpfeiler der gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie.“

Fast 9.000 Wege pro Tag führen von der Sennestadt in den Stadtbezirk Mitte. Die gleiche Anzahl von Wegen führt die Sennestädter nach Senne und Brackwede. Die Sennestädter nutzen für fast zwei Drittel der Wege das Auto. Da der Stadtteil nicht an das Stadtbahnnetz angeschlossen ist, besteht bis heute eine Mobilitätslücke. Die Stadtbahnlinie 1 schließt diese und wird ein Gewinn für rund 113.000 Einwohnerinnen und Einwohner auch in den umliegenden Orten. Eine Stadtbahn nimmt 230 Personen auf und ersetzt damit rund 200 Autos. Die Schülerinnen und Schüler im Bielefelder Süden profitieren von der Mobilitätslinie durch eine wesentlich komfortablere und schnellere Anbindung.

„Auch Straßen.NRW ist ein Mobilitätsdienstleister“, so Andreas Meyer, Leiter der Straßen.NRW Regionalniederlassung OWL. „Deshalb müssen wir auch für die Belange des verbleibenden Individual- und Wirtschaftsverkehrs Sorge tragen und werden das so wichtige Projekt für die Stadt Bielefeld weiter konstruktiv begleiten.“

Der Verlauf der Mobilitätslinie

Die Planung sieht eine Verlängerung als Hochflurlinie von der heutigen Endstation in Senne über die Brackweder Straße und die Paderborner Straße zum Sennestadtteich vor. Dort biegt sie in die Elbeallee ein und fährt weiter in den Sennestädter Norden. Die Endhaltestelle wird sich in der Württemberger Allee befinden. Geprüft wird noch, wie genau die Trasse auf dem Abschnitt nördlich der Travestraße verlaufen wird. „Nach der Klärung der Anforderungen im Sommer 2018 liegen jetzt konkrete Grundlagen vor, mit denen die Planer arbeiten können“, so Gregor Moss, Baudezernent der Stadt Bielefeld.

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

moBiel und die Projektpartner werden kontinuierlich und über den gesamten Planungsprozess hinweg den Dialog und den Austausch mit den Anwohnern und Bürgern führen. „Wir binden die Bielefelderinnen und Bielefelder aktiv ein, wenn es um ihr Wohnumfeld und ihre Lebensbedingungen geht. Sie sollen mitgestalten“, sagt Martin Uekmann, moBiel-Geschäftsführer. Cornelia Christian, Geschäftsbereichsleiterin Kundenmanagement von moBiel, ergänzt: „Schließlich bringen die Anwohnerinnen und Anwohner großes Potential mit. Sie kennen die Belange vor Ort und das wollen wir nutzen, um zum Beispiel über die beiden Varianten nördlich der Travestraße zu diskutieren“.

Neben Sprechstunden im Projektbüro in Sennestadt am Reichowplatz 11, einem Bürgertelefon und Kontaktmöglichkeiten per Email, wird auch regelmäßig über die Homepage www.moBiel.de informiert. Außerdem wird es öffentliche Informationenveranstaltungen für Anwohner und interessierte Bürger geben.

Chancen für Stadtentwicklung

Die Anbindung Sennestadts an die Stadtbahn ist auch wesentlicher Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms. Durch die Mobilitätslinie bietet sich die Möglichkeit, geplante Vorhaben zu neuen Mobilitätskonzepten zu berücksichtigen. „Das Ziel ist, die Nutzungsqualität für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Die Mobilitätslinie bietet die Chance, die Wohnqualität und auch die Attraktivität für Gewerbe und Einzelhandel im Bielefelder Süden zu erhöhen“, so Martin Uekmann.

geschrieben von  Lisa Schöniger

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